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Depressionen online vorhersagen? PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 28 Februar 2010 | Autor: Rebecca Esenwein
Das Projekt OPTIMI ist unter Leitung des Freiburger Psychologen Professor Dieter Riemann gestartet

Freiburg. An der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg startete Anfang Januar 2010 das Projekt OPTIMI unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Riemann. OPTIMI steht für Online Predictive Tools for Mental Illness. Das Projekt wird mit einer Gesamtsumme von mehr als 3,5 Millionen Euro für drei Jahre aus EUMitteln gefördert. Ziel des Projektes ist es, stressbedingte körperliche und psychologische Veränderungen sowie psychische Erkrankungen früher erkennen zu können.

Es werden neue Messgeräte, so genannte Sensoren, zur Erfassung von körperlichen Variablen unter Alltagsbedingungen entwickelt. In einem weiteren Schritt sollen computer- und internetgestütze Psychotherapieprogramme bei Menschen mit einem hohen Risiko, depressiv zu erkranken, eingesetzt werden.

Schwerpunkt der Projektarbeit des Teams von Professor Riemann ist das Thema gestörter Schlaf, zu dem die Arbeitsgruppe seit zwei Jahrzehnten intensiv forscht. Die Messung und Erfassung des Schlafs spielt im Projekt OPTIMI eine große Rolle, da einerseits bei depressiven Erkrankungen fast immer Schlafstörungen auftreten, Schlafstörungen andererseits können zu einem Risikofaktor für Depressionen werden. Für OPTIMI sollen Probanden ihr Schlafverhalten beurteilen. Die neu entwickelten Sensoren werden in Bezug zu diesen Selbstbeurteilungen gesetzt. Im Erfolgsfall sollte es möglich sein, Schlafstörungen frühzeitig zu erkennen, mit Hilfe verhaltensorientierter Maßnahmen gegenzusteuern und dadurch depressive Erkrankungen zu vermeiden.

Neben der Abteilung für Psychiatrie und Psychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg sind die Universitäten Zürich, Bristol, Valencia, und Lanzhou an OPTIMI beteiligt. Dabei sind auch Partner der europäischen Industrie aus dem Gebiet der Sensorenentwicklung und der Entwicklung internet-basierter Psychotherapien.

Psychische Erkrankungen, insbesondere depressive Störungen, nehmen weltweit zu. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist die Lebensqualität für die Betroffenen massiv eingeschränkt. Außerdem entstehen hohe Kosten für die Gesellschaft durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit und frühzeitige Berentungen.

Ein wesentliches Problem im Umgang mit depressiven Erkrankungen ist immer noch die mangelnde Früherkennung und damit auch die fehlende angemessene Behandlung in frühen Stadien der Erkrankung, bevor es zur Chronifzierung kommt.

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